Filmtipp: Lucky

Ein merkwürdiger kleiner wunderbar großartiger Film…es ist der letzte mit Harry Dean Stanton.

Lucky ist 90 Jahre alt, ein bisschen schrullig, ein bisschen zwanghaft…alles muss seiner Routine entsprechen. Und eigentlich passiert nicht viel in dem Film, und trotzdem passiert eine Menge…mehr so innerlich, bei ihm und bei der Zuschauerin…das Leben lebt…und es lebt immer weiter, das Leben…völlig unsentimental…egal, ob eine Landschildkröte ihren Weg geht…oder der Mensch…und trotzdem ist nichts von alledem egal…wie soll ich es nur beschreiben…?

Ein unpathetischer Film über das Leben, das irgendwann ein Ende hat…am liebsten mit Gesang…ob mit oder ohne Zigarette, ob mit Bloody Mary oder ohne, das sei dahin gestellt…

Prädikat psychologisch und existenzialistisch wertvoll…also: angucken! 8-)

 

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Filmtipp: Side Effects

Emily ist depressiv, so was von…ihr Mann hat im Knast gesessen wegen irgendwelcher Finanzjonglierereien, die nicht so ganz sauber waren, nun ist er wieder zurück…und sie hat nichts Besseres zu tun, als in der Tiefgarage gegen eine Betonmauer zu fahren…was sie irgendwie überlebt hat, um sich dann in einer Klinik wiederzufinden,

Dort begegnet ihr Dr. Banks, der ihr wohl gesonnen ist und, statt sie einzuweisen wegen Selbstgefährdung, ihr Versprechen akzeptiert, regelmäßig in seine psychiatrische Praxis zu kommen, um „daran“ zu arbeiten. Dr. Banks ist ein sehr Gewissenhafter, und so nimmt er Kontakt zu ihrer ehemaligen Therapeutin auf. Diese schwört auf ein neues Medikament, das Antidepressivum Ablixa. Und so dauert es nicht lange,  bis Emily dieses Medikament von ihm verschrieben bekommt, mit allen Vor- und Nachteilen.

Ich möchte jetzt hier nicht ins Detail gehen, denn das wär der echte Spoiler…auch wenn du dir, mit ein bisschen Thriller-Erfahrung, schnell anfangen wirst, deine eigenen Hypothesen zu bilden. 😀

Ab einem bestimmten Zeitpunkt fängt der Gute an, sich in den Bösen zu verwandeln, aber man weiß nicht, ob er schon vorher so drauf war. Vielleicht kann man das ja auch ganz unterschiedlich interpretieren.

Jedenfalls, so einfach, wie es am Anfang aussah, ist es nicht.

Der Trailer, den ich hier einfüge, übertreibt die Geschwindigkeit der Ereignisse sehr…die Geschichte wird im Film sehr langsam erzählt, und das ist gut so.

Und, um hier nochmal die Meriten zu verteilen…auch dieser Film fand sich in der Stadtbibliothek…ich bin immer wieder hin und weg über diesen Service. 🙂

Fröhliche Weihnacht!

Eigentlich würde ich gerne von John Lennon den Song „Happy Xmas (War is over)“ posten – wenn es nicht längst schon wieder so viele Kriege & Kriegstreiberei geben würde.

Deshalb lieber dieses Stück…“Give peace a chance“…

Ich wünsche euch frohe Weihnachtstage & alles Liebe und Gute für das Neue Jahr!

(Vielleicht ein) Filmtipp: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Auf diesen Film habe ich mich gefreut, sofort, als ich die ersten Kritiken gelesen hatte, habe ihn im Kino i-wie verpasst und mich dann nochmal gefreut, als ich ihn in der Stadtbücherei entdeckt habe. Jo, bei so viel Vorfreude muss das dann auch schon was ganz Besonderes sein…und wahrscheinlich war das mein Problem.

Der Kern der Geschichte hat eine Menge Potenzial: Eine Mutter hat ihre Tochter verloren, diese wurde vergewaltigt, getötet und dann verbrannt. Aus Sicht der Mutter hat sich die örtliche Polizei nicht genug um die Aufklärung gekümmert und so mietet sie drei Plakate an, auf denen sie ihre Vorwürfe der Welt mitteilt – in der Hoffnung, so die Polizei doch noch auf Trab zu bringen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Hieraus könnte sich nun eine (nicht im polizeilichen, sondern im menschlichen Sinne) aufklärerische, emotional verzwickte und viel Ambiguitätstoleranz erfordernde, spannende Handlung ergeben – aber diese Möglichkeit wurde aus meiner Sicht verschenkt. Der Film ergeht sich viel in Klischees und „Action“, was in einigen Kritiken als „humorvoll“ bezeichnet wird. Ich empfand das eher als stereotyp und abgestanden.

Das soll nicht heißen, dass ich das Gucken bereue, aber ich war doch irgendwie enttäuscht – und jetzt würde ich mich sehr über eure, die ihr den Film auch gesehen habt, Kommentare freuen…vielleicht habe ich ja einfach nicht die richtige Perspektive gefunden. 🙂

Filmtipp: Shape of Water

Also, dass ich die Stadtbücherei als Filmquelle entdeckt habe, das habe ich ja schon kund getan. 🙂 Dass sie aber auch die brandaktuellen Filme im Bestand hat, das habe ich erst entdeckt, als ich im Online-Katalog „geblättert“ habe – ich staune, dass es so etwas „“Gemeinwohlnützliches“ im Zeitalter der alles aussaugenden Privatisierung noch gibt…und ich bin dankbar dafür!

Und jetzt zum Film: Man versetze sich in die 1960er Jahre – Elisa ist Reinigungskraft in einem Forschungszentrum, sie ist stumm, kann also nicht reden, aber sie kann hören und sich mit Gebärdensprache verständigen. Und sie hat Freunde: einen älteren Nachbarn, der Werbegrafiker ist und von seiner Agentur anscheinend ausgebootet wurde, und eine Kollegin, die immer an ihrer Seite steht, nicht nur, wenn Elisa mal wieder zu spät zur Arbeit kommt. Dass es die 60er Jahre sind, ist leicht an den Automobilen zu erkennen, die sonst nur noch in Filmen über Kuba zu sehen sind. 😉

Eines Tages kommt eine neue Lieferung ins Forschungslabor, das von der NASA betrieben wird: ein Geschöpf, das man in Südamerika aus irgendeinem Fluss „geangelt“ hat und von der dortigen Bevölkerung als Gottheit verehrt wurde. Elisa nimmt auf eine „eirige“ Art Kontakt auf zu dem Wesen (was „eirig“ meint, möchte ich hier nicht verraten) und ja, sie können miteinander kommunizieren. Und möglicherweise, aber diese Interpretation würde ich gerne dem geneigten Publikum überlassen, verlieben sie sich ineinander. Die „obere Heeresleitung“ beschließt, das Geschöpf zu töten, um es zu „verstehen“, was ja doch irgendwie ziemlich pradox ist, oder? Eigentlich hatten sie das Wesen ins All schicken wollen, weil die Russen da vorneweg waren, aber die Befindlichkeiten eines der „Oberen“ führte dann zum Todesurteil. Elisa hat diese Entscheidung „mitgehört“ und versucht nun, die Gottheit zu retten. Das alles hat ein wunderschönes Timing, nichts Überflüssiges.

Am Ende kommt es zum „Shootdown“ – aber es gibt, wie immer, eine Lösung.

Der Film ist lustig, traurig, bewegend, überraschend, stellenweise grausam…ach, und überhaupt.

Aus meiner Sicht: „Prädikat psychologisch wertvoll“ – ein „Must see“!

 

Filmtipp: Irrational Man

Vor ein paar Tagen habe ich mich endlich um einen Ausweis für die Stadtbücherei gekümmert – und gleich ein paar dort vorrätige Filme auf DVD ausgeliehen, ohne eigentlich zu wissen, worum es in diesen geht. Bei einem von ihnen habe ich mich nur von einem meiner Lieblingsschauspieler „verführen“ lassen, von Joaquin Phoenix.

Dann, zuhause, habe ich gegoogelt (bzw. geduckduckgo-t) – und war so was von enttäuscht über die Filmkritiken, die ich gefunden habe. „Geostorm“ haben wir uns zuerst angeschaut und dachten, ähm, ist doch ganz in Ordnung, ist Action, wie in der „Packungsbeilage“ beschrieben, was haben die da zu meckern. Vielleicht war das auch nur reine Renitenz…

Auch die Kritiken für „Irrational Man“ (mit J.P. 8-)) kamen mir sehr gemischt vor…ein wenig in der Defensive meinte ich dann zu meinem Freund U., naja, vielleicht lohnt es sich gar nicht, den anzuschauen…die Antwort war: der andere Film war doch auch in Ordnung, lass ihn uns gucken. Diese Art von Logik liebe ich. :-P

Und ja, dieser  Film war mehr als in Ordnung – er würde wunderbar passen in das „alte“ Hagner Modul „Entwicklungspsychologie“, zum Thema Kohlbergs Stufen der Moralentwicklung (keine Ahnung, ob das heute noch Bestandteil ist von M5).

Im Film geht es um einen vom Leben enttäuschten, massiv depressiven Philosophieprofessor (J.P. 8-)), der sich mit Single Malt Whiskey über Wasser hält, seine Erektionsstörungen als Teil seines So-Seins akzeptiert hat – und sich plötzlich wieder zu spüren beginnt, als er zufälligerweise eine tragische Geschichte mit anhört, die ihn geradezu drängt, dem Leben eines anderen Menschen ein Ende zu setzen – was er dann auch tut. Das wunderbare an diesem Film (von Woody Allen) ist, dass man, bis zu einer bestimmten, hier nicht zu verratenden Stelle, billigenden in Kauf nehmen könnte, was der Held der Geschichte tut…unter dem Gesichtsspunkt von Kohlberg, dass es Entscheidungen gibt, die in ein Dilemma führen, das jeder nur für sich und mit seinem eigenen Gewissen klären kann. Die Konsequenzen aus der einmal getroffenen Entscheidung führen aber wiederum in neue Dilemmata…und da wird klar, dass das eine das andere nach sich zieht, auch wenn man aus noch so altruistischen Motiven heraus gehandelt haben mag…und plötzlich findet man sich auf der Ebene des ganz vulgären Mörders wieder – ohne Moral, nur  mit sich und seinen eigenen Interessen.

Eingewoben in verschiedene Liebesbeziehungen ist dieser Film ein unbedingtes „Le Must“ für angehende PsychologInnen…und alle, die sich mit dem Thema „Gerechtigkeit und Moral“ auseinandersetzen möchten…und sich nicht scheuen vor der „Dialektik“, die das mit sich bringt.

Mehrfachauswahlaufgabe (3)

Bei dieser Aufgabe sind 3 Antworten richtig – um den Punkt zu bekommen, darfst du keine falsche Antwortvorgabe oder womöglich nur eine oder zwei, die du als richitg erkannt hast, ankreuzen. Hier geht’s also um Alles oder Nichts.

Das Thema könnte dir bekannt vorkommen aus M1, aus dem alten M8 oder vielleicht auch aus dem neuen Modul „Gesundheitspsychologie“.

Welche Aussagen sind mit dem transaktionalen Stressmodell nach Lazarus & Folkman vereinbar?

(A) Bewältigungsversuche sind nicht von der Situationseinschätzung abhängig.

(B) Bewertungsprozesse spielen bei der psychischen Anpassung an Stressoren eine entscheidende Rolle.

(C) Ein gleicher Stressor führt nicht immer zu der gleichen Reaktion.

(D) Es wird zwischen primary und secondary appraisal unterschieden.

(E) Stress ist ein automatisch ablaufender biologischer Prozess, der sich nicht beeinflussen lässt.

Lösung siehe Kommentar.

Kurzantwortaufgabe (1)

Hier ist ein Beispiel, wie so eine Freitextfrage aussehen kann:

Wie bezeichnet man die motorische Sprachregion des zerebralen Kortex?

Die Frage ist jetzt nicht besonders schwierig und könnte inhaltlich auch in einer M3-Klausur gestellt werden – zumindest konnte ich mich aus diesem Zusammenhang heraus an die Antwort erinnern. :-D

Die Antwort findest du, wenn du auf „Kommentare“ klickst.

Der schriftliche Teil der Prüfung

Der schriftliche Teil der Prüfung für Psychologische Psychotherapeuten besteht aus insgesamt 80 Fragen.

Die ersten 8 bis 10 Aufgaben sind so genannte „Kurzantwortaufgaben“. Dann kommen ca. 15 Mehrfachauswahlaufgaben bzw. kleine Fallvignetten, bei denen eine oder mehrere Antworten gefragt sind – bei den Mehrfachantwortaufgaben steht freundlicherweise dabei, wieviele von den fünf bis sieben Antwortvorgaben richtig sind. Den Punkt für diese Art Aufgaben bekommt man aber nur, wenn man alle richtigen Antworten angekreuzt hat. Hier ist die Gefahr, Punkte zu verschenken, am größten. Die restlichen ca. 5o sind Einfachauswahlaufgaben, bei denen immer nur eine Antwort richtig ist – das sind mir, nach meiner bisherigen „Statistik“, die liebsten.  :-P

In der Regel fallen bei der Auswertung der Klausuren zwei bis drei Fragen dann unter den Tisch, weil sie statistisch nicht genügend richtige Antworten produziert haben bzw. eine signifikante Anzahl von Prüflingen sich – pfff – einfach für andere Antworten entschieden hat. So funktioniert das bei den Hagener Klausuren ja auch.

Zum Bestehen braucht man mindestens 60% der möglichen Punkte, d.h. wenn 77 Fragen in die Wertung kommen, wären das 47 Punkte, die man sich „erkreuzt“ haben muss. Klingt erstmal nicht so viel, aber wenn man keinen Bock auf Psychopharmakologie und Neurologie hat oder sich mit den anderen therapeutischen Verfahren (also z.B. Verhaltenstherapie) nicht so gut auskennt oder einen kleinen Hänger bei den Mehrfachauswahlaufgaben erleidet, dann hat man ruckzuck 20 Punkte versenkt. :-| Aber zum Glück ist die Note ziemlich egal, bestehen reicht! :-D Und bis es soweit ist, habe ich ja auch noch reichlich Zeit.

Die schwere Last der tausend unbarmherzigen Augen

Im April hatten wir ein sehr spannendes Wochenendseminar mit diesem Titel – und es ging , wie du möglicherweise schon vermutet hast, um das Thema „Scham“.

Auf der Literaturliste stand dieses Buch, dass ich erstmal gegoogelt und dann spontan gekauft habe, nachdem ich hier [klick] reingelesen hatte –  es befasst sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Dynamik von Schamreaktionen und Schamkonflikten in Alltagssituationen wie auch in therapeutischen Behandlungen, liest sich (für meinen Geschmack) echt „süffig“ und lädt immer wieder dazu ein, bei sich selber nachzuspüren.

Schamgefühle begleiten den Menschen von frühester Kindheit an – und verlassen ihn nicht mehr. Bis ins hohe Alter hinein stimulieren schmerzliche oder sanfte Schamgefühle die Regulation des Selbstwertgefühls, ob mit negativem Ausgang, etwa indem auf Schamgefühle Gewalttaten folgen, oder in einem konstruktiven Sinn, wenn das Selbstbid der Realität angepasst wird und illusionäre Vorstellungen aufgegeben werden müssen. Deshalb ist auch keine Pschotherapie…ohne Schamgefühle vorstellbar. Die Fähigkeit, mittels Scham zu einem Anreiz zu kommen, eigenes Verhalten, Erleben und Denken zu modifizieren, ist Voraussetzung gelingender Psychotherapie. (S. 16)

Changes

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum, nicht nur für Nietzsche, auch für mich…:-D…deshalb hier gleich mal zu Beginn der „Wiederauferstehung“ des Beabeablogs ein Stück Musik, das mir immer wieder Energie gibt…so ähnlich wie „Jump“ von Van Halen, das du hier im Blog auch in einer eher lasziv-entspannten Version von Aztec Camera findest, immer pünktlich vor den Hagener Klausuren gepostet. :-D

 

Auf ein Neues!

Jo, nachdem hier eine ziemliche Weile Funkstille geherrscht hat, dachte ich mir, dass es ganz lustig & spannend sein könnte für dich und mich, wenn ich über meine Vorbereitung auf die Approbationsprüfung bloggen würde.

Das Bestehen dieser Prüfung ist die Voraussetzung dafür, dass man sich nach einer 3- bis 5-jährigen Weiterbildung in einem anerkannten psychotherapeutischen Verfahren „Psychologische/r PsychotherapeutIn“ nennen darf.

Die Prüfung besteht aus zwei mündlichen Prüfungen – aber auch einer vorgeschalteten schriftlichen Prüfung, die sehr viel Ähnlichkeit mit den Hagener MC-Klausuren hat.

Letzteres hat mich auf die Idee gebracht, wieder mit dem Beabea-Bloggen anzufangen. Einen Teil der Fragen aus den Altklausuren der Approbationsprüfung konnte ich einigermaßen sicher beantworten, weil wir die Themen schon in M1-, M3-, M5- oder sonstigen Klausuren vorgelegt bekommen haben. Und ich dachte mir, vielleicht bekommst du ja auch Geschmack daran, dich mit Psychotherapie zu beschäftigen.

Na, wie auch immer – ich schalte den Beabea-Blog nun wieder frei und freue mich auf deinen Kommentar, deine Fragen, deine Anregungen.

Here we go! 🙂

P.S.: Die Werbung, die hier eingeblendet wird, habe ich nicht bestellt, grrmpff. 😕

P.P.S: Ich habe den Eindruck, WordPress lädt ein bisschen saumselig-schusselig die Youtube-Videos hier rein…also bitte ein klein bisschen Geduld haben, bis das Vorschaubild kommt. :-P

Filmtipp: Der mit dem Schlag

„Was ist, wenn das gar keine Begrüßung war, sondern ein Abschied?“ Diesen Satz spricht die Psychotherapeutin gegen Ende des Films aus…und Alles wird gut.

Der mit dem Schlag“ ist ein wundervoller „kleiner“ Film – klein, weil er so unprätentiös rüberkommt.

Felix Grünler ist Elektromeister in der wer weiß wievielten Generation, Strom ist seine Leidenschaft, und er hat nur einen Wunsch: seinen Heimatort Lohtal auf eine besondere Art und Weise zu illuminieren. Dieser Wunsch hat natürlich einen ganz speziellen Ursprung, aber egal, es ist eben sein Wunsch. Der Vater von Felix ist offensichtlich schon vor einer Weile verstorben und als die Mutter von Felix dann auch noch überraschend verstirbt, erbt er das Haus samt Laden – sein Bruder Ingo erbt lediglich die wertvolle Petula-Clark-Plattensammlung der Mutter, womit dieser selbst durchaus zufrieden zu sein scheint, während seine Ehefrau sehr erzürnt ist, sie fühlt sich zu kurz gekommen. Und sie setzt alles daran, dieses „Unrecht“ dadurch glatt zu bügeln, indem sie Felix in die „Klapse“ bringt, sprich in geschlossene psychatrische Unterbringung. Und genau dort entstehen wunderhübsche Szenen.

Selbstverständlich geht alles gut aus, aber darum geht es nicht. Und es ist auch nicht irgendein „Aufguss“ der durchaus vergleichbaren Geschichte von Herrn Mollath, aber es hat etwas davon: Man kann Menschen geschickt mundtot machen, indem man die Lebenswirklichkeit desjenigen verdreht, der einem im Wege steht. Und so humorvoll leicht dieser Film auch rüberkommt, darf man nicht vergessen, dass das, was einem selbst als normal erscheint, dafür benutzt werden kann, auf der „irren“ Seite des Lebens zu landen, wenn die Interessen eines Mächtigeren gefährdet sind.

Also: ein wirklich sehenswerter Film für angehende und absolvierte PsychologInnen / PsychotherapeutInnen. :-)

Ein Stück Musik zum Abschied

Ihr Lieben, die ihr den Beabea-Blog hin und wieder oder regelmäßig besucht habt – ich verabschiede mich und danke euch, dass ihr mich auf meinem Weg vom Bachelor bis hierhin begleitet habt, mit euren Kommentaren, Fragen, Aufmunterungen, hübschen Bildern in meinem Gästebuch oder einfach durch Rumstöbern und Mitlesen.

Nach meinem Bachelorabschluss hatte ich erfreulicherweise vier Jahre lang im Einführungskurs in M1 die Gelegenheit, denjenigen von euch das Studium schmackhaft zu machen, die gerade am Anfang standen. Heute ist offiziell mein letzter Arbeitstag in M1, aber durch die konzeptionelle Umstellung im letzten Wintersemester war ich von der Lehrgebietsleitung ohnehin zur „Arbeit im Untergrund“ abkommandiert worden – soll heißen: das einzige, was von mir betreuungsmäßig noch „sichtbar“ blieb, waren all die Quizzes zu den Kapiteln im Gerrig (und die Links zu den ein oder anderen spannenden Videos), und das ist jetzt auch mal gut, dass das ein Ende hat. :-P

Also, ich wünsche euch alles Liebe & Gute…und verabschiede mich und den Beabea-Blog mit einem Stück Musik, das ganz gut zum Ausdruck bringt, was ich hier in den letzten sieben Jahren beim Bloggen & Studieren gelebt habe [klick! auf’s Bildchen und dann bei Magix auf den Startknopf]. :-)

Kitchensong

Och nööööö….

…jetzt auch noch Prince…:S

Auf Grund eines Beitrags auf den Nachdenkseiten habe ich eigentlich nach Rudolf Scharping gegoogelt…und bin so „kollateralschadenmäßig“ (passt ja prima zu unserem Ex-Verteidigungsminister :-D) auf diese traurige Nachricht gestoßen…

Dieser Song hier hat mich aus irgendeinem Grund immer sehr berührt und mitgerissen – ich kann mich erinnern, als mal eine Benefiz-Spenden-Sendung im Radio lief, habe ich alle meine KollgInnen motiviert mitzumachen…und als „Belohnung“ diesen Song gewünscht…schnief…

Klicke einfach auf’s Bild, wenn du den Song hören magst. :-)

Heute die, morgen du – „brand“- aktuell!

Jo, ich habe diesen Link ja nun schon mal öfter mal hier gepostet.

Das Konzert fand vor fast vor 25 Jahren statt und ich kann es nicht fassen, wie „brand“-aktuell es nun wieder ist.

Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal auf die Nachdenkseiten verweisen, die einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten, jenseits der so genannten „Qualitätsmedien“.

Kein (!) Filmtipp: Gravity

Vor Weihnachten stand ich im Buchladen, entdeckte die DVD…meinte mich zu erinnern, dass der Film ganz gute Kritiken eingefahren hätte…und dann…war da ja auch noch George Clooney…:-D

Dass der Film allerdings zu 98% aus Sandra Bullock besteht, die verzweifelt versucht, eine Wissenschaftlerin auf Weltraum-Mission zu geben…einsam von Shuttle zu Shuttle schwingend wie Tarzan an der Liane auf der Suche nach Jane…jedesmal wirr ein Handbuch neben der Steuerungskonsole herausgreifend, das sie dann minutenlang (!) mit „Okay, okay, okay…okayokay…“ kommentiert, war mir nicht wirklich klar, als ich die Inhaltsangabe auf der Packung gelesen habe – vielleicht hätte sie statt nach einem Handbuch lieber nach einem Handtuch suchen sollen…denn man weiß ja spätestens seit den galaktischen Anhaltern um den Wert dieses Utensils. :-D

Ach, und ja…George Clooney…der hat sich nach gefühlten 10 Minuten im wahrsten Sinn des Wortes ausgeklinkt…was auf den ersten Blick keinen Sinn zu machen schien…aber im Nachhinein kann ich ihm zu diesem Entschluss nur gratulieren…er wäre wahnsinnig geworden mit dieser dauer-okay-japsenden „Kollegin“…dann doch lieber die Zeit besser nutzen für einen weiteren Nespresso-Werbespot…

Nach Sichtung des Films kann ich nur sagen: da sind selbst die 5 Euro 99 noch zuviel gewesen…er ist genau so schrottig, wie der menschengemachte Schrott, der im Weltall herumfliegt…für dessen Rückholung in den „Extras“ unverhohlen Werbung gemacht wird, natürlich nur, um die damit verbundenen Milliarden US-Dollar an Land zu ziehen…“Setzen Sie sich bei Ihrem Abgeordneten dafür ein, dass wir die Kohle kriegen“…so sinngemäß die Aussage in dem beigepackten Lobbyisten-Werk. Überhaupt scheint der ganze Film nur die Aufgabe zu haben, diesen Zweck zu erfüllen.

Man hätte sehr viel mehr aus dem durchaus wichtigen Thema machen können, dann allerdings mit echten SchauspielerInnen…aber das war, wie gesagt, ja wohl nicht Sinn der Übung.

Wie dieser Film zu seinen Top-Kritiken gekommen ist, erschließt sich mir überhaupt nicht – der Spiegel raunt was von „Sandra Bullocks überragendem Spiel“…keine Ahnung, was die geraucht haben…ich möchte ganz sicher nichts davon. :-D

Trotz allem hier der Trailer zur Malaise: